Frankfurter Rundschau 28. Februar 2011: Darmstädter räumen ab

Mathematik-Olympiade

Drei Lichtenbergschüler landen bei der Landesausscheidung der Mathematik-Olympiade auf dem Siegerpodest. Durchgesetzt haben sich die drei gegen mehr als 140 Teilnehmer aus ganz Hessen.

Drei Schüler der Lichtenbergschule haben sich am Wochenende an der Landesausscheidung der Mathematik-Olympiade beteiligt. Und alle drei landeten auf dem Siegerpodest: Daniel Heineken und Jan-Philipp Eisenbach erreichten die Spitzenposition in den Jahrgangsstufen neun und Q4. Sabrina Pauli belegte in der Stufe Q4 den dritten Platz. „Dabei wird Mathe bei uns nicht besonders gefördert“, sagte Pauli , für die bereits jetzt feststeht, dass sie dieses Fach auch studieren wird.

Durchgesetzt haben sich die drei gegen mehr als 140 Teilnehmer aus ganz Hessen, die von Freitagnachmittag bis Samstagabend im alten Hauptgebäude der Technischen Universität über Mathe-Aufgaben brüteten. Dabei ging es um das Gewicht von Nüssen, den Gold verteilenden Ritter Eisenfaust sowie um Parallelogramme, spitze Winkel und Primzahlen.

„Bei jeder Aufgabe muss man den Lösungsweg auch begründen. Da muss man sich schon ziemlich konzentrieren“, berichtet Tania Bogatsch von der siebten Jahrgangsstufe des Goethe-Gymnasiums in Kassel. So richtig vorbereiten könne man sich darauf nicht: „Die Aufgaben sind ja in jedem Jahr total unterschiedlich. Und ich wollte mich auch vorher nicht verrückt machen.“

Andere haben vorher mehr geübt. Wie Florian Beck, Jahrgangsstufe zehn der Internatsschule Schloss Hansenberg in Geisenheim. Er hat sich zweimal mit einem Lehrer zusammengesetzt. Mit Erfolg: Er holte einen zweiten Platz. Vielleicht auch, weil er bei der Mathe-Olympiade zu den Routiniers gehört und schon zum dritten Mal dabei war.

„Wer mal mitgemacht hat, der kommt auch wieder“, weiß Michael Meyer. Er leitet das Zentrum für Mathematik, das den Wettbewerb nun schon zum siebten Mal im Auftrag des hessischen Kultusministeriums organisiert hat. In zwei Vorrunden wurden die Teilnehmer des Landeswettbewerbs ermittelt. Aus den 29 Bestplatzierten wird nun in den nächsten Wochen ein zwölfköpfiges Team für die Bundesolympiade zusammengestellt.

Ein Team mit 40 Helfern kümmerte sich in Darmstadt um die Korrektur der Aufgaben. Außerdem musste das auf die jeweiligen Altersgruppen abgestimmte Rahmenprogramm organisiert werden: Workshops im Vivarium und in der Abteilung Schrift, Satz und Druck des Landesmuseums sowie Vorlesungen von Professoren der TU gehörten dazu. (eda)